Vertrauen

.... 3 Tipps für familiäre Balance .. How to Bring Balance into your Family ....

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.... Mein Heim, mein Schloss. Das Zuhause ist der Ort, wo unser Programm geschrieben wird. Es ist der Platz, wo die wichtigsten Schlachten entweder gewonnen werden oder verloren gehen. Wer sich dessen bewusst ist, hat einen grossen Vorteil: Er kann mit geeigneten Massnahmen die Schicksale der Familienmitglieder steuern helfen. .. 

My home is my castle. Home is the place where we get programmed for life. It is also where the most important battles are either won or lost. Those who are aware of this important fact can take steps to positively impact the destiny of family members.  .... 

.... Trautes Heim - Glück allein

Viele können ein Haus einrichten; aber nur wenige verstehen die Kunst, ein Zuhause zu kreieren. Es liegt an jedem Einzelnen, ob aus einem Haus ein Zuhause wird. Die Afrikaner sagen, dass es keinen Weg gebe, der nicht irgendwann nach Hause führe. In Russland gilt die Aussage, dass wer sich überall zu Hause fühlt, eigentlich nirgends daheim ist ! Sind Sie damit einverstanden ?

In meinem Heim in Berneck (Ostschweiz) hatten wir eine ältere Frau aufgenommen, die bei günstiger Gelegenheit folgendes Gedicht zum Besten gab:  ..

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Als unsere Tante Marti gestorben ist, hat unser Vater diese Tradition übernommen. Und nun bin wohl ich an Reihe, und später eines meiner Kinder. Als Eltern ziehen wir keine Kinder gross, wir ziehen Erwachsene gross, die selber eines Tages ein Zuhause haben und ihre eigene Geschichte schreiben werden. 

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Home Sweet Home

It is easy to furnish a house; but few understand the art of creating a home. Each individual in a house either promotes or hinders the process.

In Africa they say every road eventually leads home, and in Russia, those who feel at home everywhere are actually never at home! What do you think? 

When I was a little boy in Berneck (eastern Switzerland), an older lady lived at our house with us. Whenever she got a chance, she would recite the following poem: 

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When old “Aunt Marti” died, my father continued the tradition until he died. Now it’s my turn, and I hope my children will carry the tradition into their homes. As parents we don’t raise children; we raise adults who will one day have their own homes and write their own stories. 

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Hier drei Vorschläge für eine balancierte Familie:

1. Lernen Sie Ihre eigene Geschichte besser kennen

o   Was uns oft nicht bewusst ist: Unsere wütenden Reaktion, das Schreien oder Beschimpfen, hässliche Kommentar und die Unfähigkeit, unseren Kindern emotional zur Verfügung zu stehen, das alles hat mit unserer eigenen Vergangenheit zu tun.

o   Wenn Christian Morgenstern sagte: "Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird." dann zeigt das, woher wir unsere Art des Verstehens erhalten haben. Wer sich besser versteht, kann besser verstehen.

o   Wenn wir uns Mühe geben, unsere Ängste analysieren, sie uns merken und dann mit unserem Partner oder Freund besprechen resp sie mit positiven Gedanken ersetzen, dann können wir von diesen Ängsten befreit werden.

2. Verstehen und verstanden werden

o   Damit andere uns verstehen, ist es wichtig, sie zu verstehen. Je besser wir das können, desto einfacher machen wir es ihnen, uns zu verstehen.

o   Hinter schwierigen Personen resp Kindern steckt ein prinzipielles Missverstanden werden. So entstehen Autoritätsprobleme und tiefer Selbstwert.

o   Wenn Kinder oder Erwachsene uns Mühe machen, dann haben diese auch Mühe mit sich selber. (siehe BLOG). Die Bibel sagt: Wer andere liebt, liebt auch sich selber. Wenn ich mich nicht mag, dann färbt das auf meine sozialen Kontakt ab.

o   Der grösste Feind kann zum Freund werden, wenn wir uns für ihn und seine Anliegen interessieren. Damit ändern sich Beziehungen zum Guten.

3. Gnade und Wahrheit ausbalancieren

o   Es ist wichtig, dass wir den Unterschied von der bedingten zur bedingungslosen Liebe verstehen (siehe BLOG).

o   Kinder brauchen beides. In einem balancierten Heim gibt es eine balancierte Menge der Gnade und der Wahrheit.

o   Ist die Gnade zu grosszügig, kommt die Wahrheit zu kurz. Und umgekehrt.

o   Der Zugang zur Wahrheit muss mit dem Kind trainiert werden. Es muss verstehen, dass das Leben Konsequenzen, Kausalität und Bedingungen enthält, die sie vorteilhafterweise kennenlernen sollten. Ein Beispiel wären die Gesundheitsregeln anzuwenden, um die Lebensqualität zu fördern.

o   Der Zugang zur Gnade ist ebenfalls grundlegend. Nicht verwöhnen, das wäre falsch. Sondern mit den Augen der Liebe konsequent leben, auch wenn Strafe manchmal  unausweichlich ist. Damit lernt es, dass man stets Freund ist, stets positiv eingestellt ist und das Beste möchte. Das Kind spiegelt durch eine vernünftige Reaktion diese Grundhaltung. Es schätzt, von den Eltern Weisung zu erhalten. Es versteht aber noch nicht, dass damit Gnade und Wahrheit - also Liebe und Gerechtigkeit - verbunden ist.

o   Bedenken wir also, dass wir nie die Beziehung für ein erzwungenes Verhalten opfern sollen. Beziehung ist wichtiger. Für ein entsprechendes Verhalten braucht es ein Verständnis für die Wahrheit, die diesem Verhalten zu Grunde liegt, also die Hintergründe, die Logik, die Wertevermittlung.  Da sind wir Erwachsene manchmal zu nachlässig und erwarten zu viel von unseren Nachkommen.

o   Viele Erwachsene sind versucht, durch schnellen Gehorsam (grossen Druck) zum Ergebnis zu kommen. Aber es braucht einen weitsichtigen Aufbau von Werten, was Zeit und Einfühlungsvermögen voraussetzt.

o   Verständnis und Beratung sollen, wenn immer möglich, einer Disziplinierung vorausgehen (siehe BLOG).

o   Durch Selbstreflexion unserer Gefühle können wir erkennen, wann wir aus persönlichen Gründen ungeduldig. Dies ermöglicht uns, bessere Entscheidungen zu treffen. Persönliche Ängste und Defizite sollten so wenig Einfluss auf meine Erziehung haben wie nur möglich, da sie Schaden anrichten, der oftmals irreparabel ist.

o   Machen wir es besser, den Kindern zuliebe !   

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Three suggestions for a balanced family:

1.     Get to know your own story better

o   We are often unaware of how our reactions appear to others. Our high volume, hurtful scolding, ugly comments and emotional unavailability are all linked to our own personal history.

o   Christian Morgenstern once said: "Home isn't where our house is, but wherever we are understood." This shows where our ability to understand is developed. Those who understand their history understand themselves better, and those who understand themselves better can understand more.

o   So, if we will take the time to track and ponder the fears that show up in practical ways in our interactions, note our observations and speak about them with a friend or partner, we may learn to replace our negative thoughts with positive ones. If parents worked through their fears in this way, their children would benefit greatly.  

2.    Understanding and Being Understood

o   In order for others to understand us, it is important for us to understand them. Conversely, the better we understand others, the easier it will be for them to understand us.

o   Behind every difficult person (or child) is an element of misunderstanding. Low self-esteem and the inability to accept authority are generated by this feeling of being misunderstood.

o   When children or adults make trouble, it is usually a sign that they have a problem with themselves, i.e. they feel misunderstood. (see BLOG). The Bible says, ‘He that loves others loves himself.’ So if I don’t like myself that will influence my social interactions.

o   Relationships can be transformed by showing concern for others. When we take interest in the concerns of another, we can make a friend of our greatest enemy.    

3.    Grace and Truth in Balance

o   Understanding the difference between conditional and unconditional love is crucial. (see BLOG).

o   Children need both. In a balanced home truth (conditional love) and grace (unconditional love) will be equally visible.

o   When grace is too generously applied, truth suffers and vice versa.  

o   A child’s relationship and access to truth must be exercised.  He or she must learn that life contains consequences, causation and conditions, and that there is great benefit in considering these when making decisions. Example: Living within the laws of health promotes a high quality of life.

o   An experience with grace is also essential. We are not advocating spoiling a child; discipline seasoned with grace, a loving attitude that softens the unavoidable consequences demonstrates one’s unshakeable friendship and goodwill. Your reasonable actions, your interest in doing what’s best for the child will awaken a sensible response in the child. This balance of grace and truth – love and justice – can help children feel good about the discipline and instruction they receive.

o   We should never sacrifice our relationship with our children for the sake of forced compliance. Relationships are paramount. In order for a certain behavior to be achieved, a corresponding measure of understanding, background, logic and values must all be in place. As adults we are sometimes negligent in supplying these and expect too much of our offspring.

o   Many adults are tempted to force obedience using great pressure to produce quick results. A farsighted and careful construction of values in a child requires time and compassion, but will eventually produce lasting results.

o   Comprehension and counsel should precede discipline whenever possible (see BLOG).

o   In order to ascertain whether our impatience springs from our personal background or not, we should look inside ourselves and analyze our feelings. This process will help us make better decisions. Personal fears and deficits in parents can cause irreparable damage in children and should therefore be given as little influence as possible.

o   Let’s do a better job – for the children’s sake!

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....     Eine Familie, die durch dick und dünn   zusammenhält,   ist eine Werbung   für den Wert eines stabilen Zuhauses und eine Quelle der Freude. Wenn es sie nur noch öfter geben würde. Helfen Sie auch mit ?     ..    A family that sticks together through thick and thin is great publicity for the value of a solid family and a source of never ending joy. If only there were more! Will you help raise the bar?        .... 

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Eine Familie, die durch dick und dünn zusammenhält, ist eine Werbung für den Wert eines stabilen Zuhauses und eine Quelle der Freude. Wenn es sie nur noch öfter geben würde. Helfen Sie auch mit ?

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A family that sticks together through thick and thin is great publicity for the value of a solid family and a source of never ending joy. If only there were more! Will you help raise the bar?    

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.... Zum Schluss

Der eine hat ein trautes Heim, der andere traut sich nicht mehr heim.

Nicht der Wohnsitz macht das Heim, sondern das Verstanden sein.

In ein Haus, in dem Freude lebt, zieht auch gern das Glück mit ein.

Zuhause ist der Ort, wo man trotz Fehlern aufgenommen wird.

Liebe macht aus jedem Haus ein Heim.

Heim ist wo unser Herz ist.

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 Some Quotes and Proverbs  

The strength of a nation derives from the integrity of the home. Confucius

Love begins by taking care of the closest ones – the ones at home. Mother Theresa

The future will be determined by the home and the school. The child becomes largely what he is taught; hence we must watch what we teach, and how we live. Jane Addams

There’s no place like home.

One goes home with every care, while another fears to show up there.

Home is where you are loved in spite of your mistakes.

Love makes every house a home.

Home is where the heart is.

A family is like a bank: The more you put into it, the more you’ll get out of it.   ....

Die 5 Liebessprachen der Kinder - 'Ich bin ganz für dich da'

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Dear Reader,

Thank you so much for your interest in this subject.

We are sorry this blog has not yet been translated into English.

We are trying to get all the blogs from 2017 translated asap.

We apologize for the inconvenience and thank you for your patience.

Have a blessed day!

Ernst & Terri (translator)

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Für Kleinkinder heisst Spielen Lernen. Sie sind wissenshungrig, wollen ihre Welt kennenlernen. 'Ich habe jetzt keine Zeit' zwingt sie oftmals den Ausweg der Quengelei zu wählen. Ihr Bedürfnis nach Liebestankfüllung ist oftmals stärker als ihr Hunger...

Für Kleinkinder heisst Spielen Lernen. Sie sind wissenshungrig, wollen ihre Welt kennenlernen. 'Ich habe jetzt keine Zeit' zwingt sie oftmals den Ausweg der Quengelei zu wählen. Ihr Bedürfnis nach Liebestankfüllung ist oftmals stärker als ihr Hunger...

Die 1. und 2. Liebessprache können Sie hier kennenlernen:  LS1-Zärtlichkeit   LS2-Lob

Liebessprache 3:

Konzentrierte Aufmerksamkeit

Beispiel Petra

Die vierjährige Petra zerrt am Arm ihres Vaters: "Daddy, spiel was mit mir !" "Das geht jetzt nicht, ich muss noch ein Email abschicken. Aber danach komme ich." Fünf Minuten später ist Petra in der Küche und bittet: "Mama, spielst du mit mir?" "Geht im Moment nicht, mein Schatz, ich muss das Nachtessen noch fertig vorbereiten. Aber wenn ich fertig bin, dann spielen wir zusammen." 

Wenn sich diese Szene ähnlich Tag für Tag abspielt, dann sieht es aus, wie wenn Petra diese Liebessprache spricht. Sie braucht ungeteilte, persönliche Aufmerksamkeit und Zuwendung. Man nennt es auch Quality Time, also Qualitäts-Zeit.

Diese Quengelei kann einem ja mit der Zeit so den Rest geben, dass man das Kind droht zu strafen oder es mit Stubenarrest belegt, womit man genau das Gegenteil von dem erreicht hat, das Petra hätte stark machen können. Bereits 10 Minuten konzentrierte Aufmerksamkeit kann genügen, um den Liebestank aufzufüllen.

Von Beginn weg: Das Spiel hat es in sich. Das Kind lernt so, sich auf Objekte zu konzentrieren, erkennt immer mehr die Zusammenhänge und Hintergründe und wird so in die Kausalität des Lebens eingeführt. Dieses Verständnis wächst von Tag zu Tag. Je älter das Kind, desto anspruchsvoller sollen die Naturbeobachtungen sein. 

Von Beginn weg: Das Spiel hat es in sich. Das Kind lernt so, sich auf Objekte zu konzentrieren, erkennt immer mehr die Zusammenhänge und Hintergründe und wird so in die Kausalität des Lebens eingeführt. Dieses Verständnis wächst von Tag zu Tag. Je älter das Kind, desto anspruchsvoller sollen die Naturbeobachtungen sein. 

Ein Tipp für die Väter

Nehmen Sie sich für jedes Kind gleich welchen Alters mindestens 10 Minuten vor dem Zubettgehen Zeit für konzentrierte Aufmerksamkeit. Dies bedeutet, dass Sie sich ohne irgendwelche Störung der Geschwister oder Mutter mit dem Kind auf dessen Augenhöhe treffen und auf der Ebene des Kindes etwas spielen oder lesen oder irgendetwas tun, worin das Kind Spass hat. Damit füllen Sie den Liebestank des Kindes und begünstigen damit einen guten gesunden Schlaf dazu. Der nächste Tag wird Sie oder/und die Mutter dafür belohnen. Je öfter Sie das tun, desto seelisch stärker wird Ihr Kind werden.

Eigentlich braucht jedes Kind ein gewisses Quantum an Aufmerksamkeit. Am leichtesten ist ein diesbezügliches Defizit bei Kindern zu erkennen, die sich auffällig verhalten. Das heisst, das Kind beginnt die Eltern zu zwingen, wenigstens negative Aufmerksamkeit zu geben. Es nimmt dabei Strafe und Nachteile in Kauf, was dessen Verzweiflung aufzeigt.

Leider kommt es oft vor, dass selbst Kinder, die von ihren Eltern geliebt werden, trotzdem mit leerem Liebestank aufwachsen müssen. Welch eine Tragik ! Meist wissen die Eltern nicht, was sie falsch machen.

Je älter das Kind wird, desto mehr Qualität und Engagement wird von den Eltern verlangt. Während man einem Kleinkind ein paar Streicheleinheiten geben kann, braucht ein 12-Jähriger die Beteiligung an einem 30-minütigen Fussballspiel, um die gleiche Wirkung zu erhalten. Dies ist für die Eltern eine Herausforderung, wo sie doch sooo beschäftigt sind; noch dazu hat grad noch die Midlife-Crisis angefangen und die anderen Kinder sind ja auch noch da !

Für jedes Kind ist die Zweisamkeit mit dem Vater immer etwas Besonderes. Schliesslich denkt und fühlt er ja anders als die Mutter. In dieser Liebessprache lernt das Kind diese zwei Denk- und Fühlsysteme kennen, was für eine spätere Partnerschaft grosse Vorteile zeigen wird.

Für jedes Kind ist die Zweisamkeit mit dem Vater immer etwas Besonderes. Schliesslich denkt und fühlt er ja anders als die Mutter. In dieser Liebessprache lernt das Kind diese zwei Denk- und Fühlsysteme kennen, was für eine spätere Partnerschaft grosse Vorteile zeigen wird.

Die Prioritätenliste

Wir wissen es: Man kann im Leben nicht alles haben. Man muss priorisieren. Welchen Stellenwert hat mein Lebenspartner ? Welchen Wert gebe ich dem ältesten, dem mittleren und dem jüngsten Kind ? Wie kann ich das messen ? Etwa mit der geschenkten Aufmerksamkeit ? Vielleicht mit der Willigkeit, etwas für den Liebestank meines von mir gewählten Partners und Kindes zu tun ? Ist mir das Thema der bedingungslosen Liebe bekannt, so dass ich bewusster im Interesse meiner eigenen Verantwortung und Menschlichkeit entscheiden kann ?

Ich glaube für die Mehrheit zu sprechen, wenn ich sage, dass Sie diese Investitionen, die Sie für Ihre Familie einsetzen, multiplikativ zurückerhalten werden und damit erst noch mithelfen, die Existenz Ihrer eigenen Kinder zu verbessern, was sich wieder auf deren Kinder und Kindeskinder auswirken wird. Sie tun damit etwas für die Menschheit !

Unsere ungeteilte Aufmerksamkeit sagt dem Kind: "Du bist mir wichtig. Ich mag dich. Mit dir spiele ich gerne. In deiner Gegenwart fühle ich mich wohl." Damit erkennt das Kind, dass es für Sie eine wichtige Person ist. Es fühlt sich geliebt, nicht nur bedingt, sondern auch bedingungslos.

Gleiche Kleiderfarbe allein macht noch keine glückliche Familie. Wie formen sich die Unterschiede in der Familienstruktur ? Das Alter und Geschlecht sind wohl die grössten Faktoren. Können Sie als Eltern alle Kinder gleich lieben ? Ich behaupte, das geht nicht. Schwierige, intelligente Kinder brauchen mehr Zuwendung. Mittlere Kinder werden tendenziell eher vernachlässigt. Wichtig ist, dass wir nicht ein Kind vergessen, mit einem gefüllten emotionalen Tank ins Bett zu schicken.

Gleiche Kleiderfarbe allein macht noch keine glückliche Familie. Wie formen sich die Unterschiede in der Familienstruktur ? Das Alter und Geschlecht sind wohl die grössten Faktoren. Können Sie als Eltern alle Kinder gleich lieben ? Ich behaupte, das geht nicht. Schwierige, intelligente Kinder brauchen mehr Zuwendung. Mittlere Kinder werden tendenziell eher vernachlässigt. Wichtig ist, dass wir nicht ein Kind vergessen, mit einem gefüllten emotionalen Tank ins Bett zu schicken.

Zusammensein

Es kommt bei dieser Liebessprache weniger darauf an, WAS Sie mit Ihrem Kind tun, sondern DASS und WIE Sie es tun. Es wird sich über Zeit eine Bindung, eine Zweisamkeits-Qualität entwickeln, von dem andere nur staunend 'wow-en' können !

Leider ist es so, dass in vielen Familien der Fernseher mehr als der eigene Vater vermisst wird. Damit nehmen andere Kräfte Zugriff auf die eigene Kinderseele. Betrachtet man unsere Gesellschaft, so kann man erkennen, in welche Richtung es gehen wird: "Die Liebe wird in vielen erkalten."

Blickkontakt

Unser Blick ist ein starkes Ausdrucksmittel unserer Liebe. Er schlägt die Brücke von Herz zu Herz. Oft haben Eltern nur strengen Blickkontakt mit ihren Kindern. Schade. Das Kind mit einem liebevollen Blick anzuschauen, ohne irgendeinen Leistungsbezug, einfach, weil es mein Kind ist, das hat eine grosse Wirkung auf dessen Seele. Die Qualität des Blickkontaktes weist auf die Qualität der seelischen Verbindung hin.

Wer mit einem 'Blickentzug' das Kind über längere Zeit strafen will, der weiss nicht, was er tut. Weil Kinder oft gar nicht die Kausalität eines Verhaltens verstehen, also nicht begreifen, warum die Eltern so oder so reagieren, ist das Kind ausgeliefert und wird durch solches Strafen einen beträchtlichen seelischen Schaden erleiden. Derartiges Verhalten wird auf seine Leistungsfähigkeit grösseren negativen Einfluss haben.

Wer glückliche Augen hat ist hübsch. Es ist ein Vorrecht für Kinder, wenn sie mit einem liebevollen Augenkontakt aufwachsen können. Kinder lesen uns über die Augen. Leuchten die Kinderaugen, dann haben wir einen guten Job gemacht !

Wer glückliche Augen hat ist hübsch. Es ist ein Vorrecht für Kinder, wenn sie mit einem liebevollen Augenkontakt aufwachsen können. Kinder lesen uns über die Augen. Leuchten die Kinderaugen, dann haben wir einen guten Job gemacht !

Kommunikation

Wie wäre es, dem Kind altergemässe Fragen zu stellen ? Dies gelingt am besten, wenn damit eine gemeinsame Tätigkeit wie der Küchenabwasch, eine Wanderung oder ein Spaziergang verbunden ist. Auch Gartenarbeit eignet sich vorzüglich, persönlich Gefühle und Gedanken auszutauschen. Für Kleinkinder ist das Gutenacht-Prozedere der günstigste Augenblick.

Solche Gespräche von 'Mann zu Mann' oder 'Frau zu Frau' haben eine positive Wirkung auf die Seele des Kindes. Sie vermitteln: Mein Vater hat Vertrauen zu mir. Ich bin ihm wichtig. Er nimmt mich für voll. Er liebt mich.

Wenn die Tochter von ihrer Mutter hört, dass sich diese früher Sorgen wegen ihrem Aussehen gemacht hat, dann schafft dies Solidarität und die Gewissheit, dass der eigene Wert nicht von Äusserlichkeiten abhängt.

Wenn ein Kind lernt, so zu kommunizieren, dann wird es das Leben besser meistern können. Die spätere Ehe, Freundschaften und Kollegialität werden dadurch positiv beeinflusst. Toleranz und Konfliktfähigkeit werden so entwickelt.

Kinder sind nie zu alt für vertrauensvolle Gespräche

Kinder lieben Geschichten, auch Ihre persönliche Lebensgeschichte. Wenn es gelingt, die Gutenachtgeschichte in die Teenager-Zeit zu retten, wo dann tiefere Gespräche übers Tagesgeschehen, über erlittene seelische Wunden eine tiefe Freundschaft entstehen lassen, dann kann dies für die vorliegende herausfordernde Zeit der Selbstfindung (Pubertät) wichtige Entscheidungsgrundlagen legen. Denn so kann der junge Mensch Ordnung in seine Gefühlswelt bringen und lernen, schwierige Gefühle auszusprechen und auch verstehen, dass 'cool sein' nicht immer die richtige Richtung bedeutet.

Während der Schulzeit gibt es immer wieder die Gelegenheit, bei Hausaufgaben zu unterstützen. Dies wird von Eltern oft als Störung empfunden. Dabei eröffnet es die Gelegenheit, mit der stillen Frage, WARUM das Kind etwas nicht versteht, tiefer in die Ursache eines Problemes zu stossen, was einer Lösung gesamtheitlich näher kommt.

Können Sie sich an Ihre eigenen Mutter-Tochter-Gespräche erinnern ? Wir Männer können auch mit unseren Jungs tolle Gespräche haben, aber ganz so wie die Damen gelingt es uns meist nicht, oder ?

Können Sie sich an Ihre eigenen Mutter-Tochter-Gespräche erinnern ? Wir Männer können auch mit unseren Jungs tolle Gespräche haben, aber ganz so wie die Damen gelingt es uns meist nicht, oder ?

Wie Kinder diese Liebessprache erkennen

Jasmin (8):  "Meine Familie liebt mich, weil wir ganz viel zusammen machen. Papa nimmt mich manchmal zum Angeln mit. Obwohl ich daran nicht so Spass habe, bin ich einfach gerne mit ihm zusammen."

Fabian (10): "Meine Mutter liebt mich sicher. Sie kommt zu jedem meiner Fussballspiele und schaut zu. Bei Papa bin ich mir nicht so sicher. Er hat uns verlassen."

Bruno (12): "Ich weiss, dass Papa mich liebt. Wir verpassen kein Fussballspiel. Meine Mutter liebt mich wahrscheinlich auch. Aber wir können nicht viel zusammen machen, weil sie sich oft nicht gut fühlt."

Martina (16): "Meine Eltern lieben mich. Woher ich das weiss ? Mit ihnen kann ich über alles reden. Sie helfen mir, gute Entscheidungen zu treffen."

Unsere Söhne brauchen starke Väter, die sie wertschätzen, mit ihnen Zeit verbringen, spielen, sie herausfordern und mit ihnen dran bleiben. Unsere Gesellschaft braucht reife Männer, die gute Entscheidungen fällen können.

Unsere Söhne brauchen starke Väter, die sie wertschätzen, mit ihnen Zeit verbringen, spielen, sie herausfordern und mit ihnen dran bleiben. Unsere Gesellschaft braucht reife Männer, die gute Entscheidungen fällen können.

Schlussbemerkungen

Diese Liebessprache ist herausfordernd für uns Eltern. Sie verlangt eine klare Priorisierung und Planung, vor allem für ältere Kinder. Unser gesellschaftliches Verständnis, dass Zeit Geld ist, bestätigt sich hier keinerweise. Hier wird mit Zeit investiert, ja gesäht. Zuerst ernten dürfen die Kinder selber, dann ihre Kinder und spätestens dann sind wir als Eltern dran.

Kinder sind wie ein Garten. Je mehr wir sähen und pflanzen, desto mehr kann geerntet werden.

Bis nächsten Mittwoch
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