Belohnung

EQ - Emotionale Intelligenz - der Erfolgsgarant

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Ernst & Terri (translator)

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Menschen mit hohem EQ sind privilegiert. Sie haben mehr vom Leben, können mehr geben und nehmen, sind einfach im Vorteil. Wie kommt das ?

Menschen mit hohem EQ sind privilegiert. Sie haben mehr vom Leben, können mehr geben und nehmen, sind einfach im Vorteil. Wie kommt das ?

Es gibt Menschen, die sind glücklicher als andere. Warum ?

Vor ca 50 Jahren gab es ein höchst interessantes Experiment in den USA:

Der Marshmallow-Test

1968 stellte der Psychologe Walter Mischel 4-5 jährige Kinder vor die Wahl:

eine Belohnung JETZT oder eine doppelte Belohnung SPÄTER.

Etwa jedes dritte Kind konnte auf die spätere Belohnung warten. Solche Kinder werden in vielen Lebensbereichen belohnt werden, was nicht heisst, dass die anderen nicht auch erfolgreich sein können.

Etwa jedes dritte Kind konnte auf die spätere Belohnung warten. Solche Kinder werden in vielen Lebensbereichen belohnt werden, was nicht heisst, dass die anderen nicht auch erfolgreich sein können.

Wie genial dieser Test war, entdeckte er erst Jahre danach.

Stellen Sie sich vor, Sie müssten die Zukunft ihres vierjährigen Kindes voraussagen. Ob es später gute Schulleistungen zeigt, viele Freunde hat, keine Drogen nimmt, eine harmonische Partnerschaft führt, mit anderen Worten, eine erfolgreiche, stabile Persönlichkeit entwickelt. Welche Kriterien würden Sie anwenden ? Einen IQ-Test ? Gehirn-Scan ?

Am besten machen Sie den Marshmallow-Test :

Lassen Sie dem Kind im Alter von 4-6 Jahren die Wahl zwischen einem Marshmallow (kann auch sonst etwas sein, das das Kind gerne hat), das er SOFORT bekommt oder zwei Marshmallows SPÄTER - das Warten kann 15 Minuten dauern.  Ergebnis:  Je länger das Kind fähig ist, auf die ZWEI Marshmallows zu warten, desto besser wird es sein Leben meistern.

Die erstaunliche Voraussage-Genauigkeit der Kinds-Entwicklung entdeckte der Psychologe erst dreizehn und zwanzig Jahre später. Das Ergebnis war eine Sensation: Alle diejenigen Kinder - etwa ein Drittel, die aufs zweite Marshmallow warten konnten, waren später ausgeglichen und kooperativ, zeigten Initiative und brachten gute Schulnoten nach Hause. Selbst als Erwachene zeigte sich viel Selbstbewusstsein und Stressresistenz in ihrem Verhalten.

Daniel Golemans erschienener Bestseller «Emotional Intelligence» (1995), 27 Jahre später aufgelegt, brachte den Begriff EQ erstmals in die Medien. Goleman erhob die Fähigkeit, kurzfristigen Verlockungen für langfristige Ziele zu entsagen, zu einer der wichtigsten in der Lebensbewältigung. Man kann diese Fähigkeit in allen Lebenslagen anwenden. Das macht sie so wertvoll.

Im Angesicht eines Desserts warten zu müssen, ohne zu wissen wie lange, das könnten wohl viele Erwachsene nicht besser überstehen als Kinder, nicht wahr ?  Wie ginge es Ihnen dabei ? Können Sie NEIN zu einem Ihrer Bedürfnisse sagen ?

Im Angesicht eines Desserts warten zu müssen, ohne zu wissen wie lange, das könnten wohl viele Erwachsene nicht besser überstehen als Kinder, nicht wahr ?  Wie ginge es Ihnen dabei ? Können Sie NEIN zu einem Ihrer Bedürfnisse sagen ?

Sie fragen Sich vielleicht:  Kann man das nicht auch den Kindern antrainieren ? Das wäre doch sensationell ! Und wie müsste man das anstellen ? Es soll Studien dazu geben, deren Resultate wir mit Spannung erwarten. Persönlich bin ich überzeugt, dass dies möglich ist. Ich probiere es selber an meinen Enkeln aus.

Heute begegnen uns Kinder oft so gewandt, dass sie immer zu ihrer Belohnung dank ihrem entwickelten Eskalations-System kommen. Protestieren, schreien, stampfen, zürnen bis zu Material werfen, das sind oft die Methoden, in die unsere Kinder durch Fehlleitung gebracht werden. Schade. 

Es ist und bleibt wohl eine der grössten Herausforderungen in der Kindererziehung ein NEIN auch als NEIN gelten zu lassen. Es ist die natürliche Neigung der Kinder, in diesem Bereich die Eltern herauszufordern, und es ist der Eltern ihre Aufgabe, dem Kind zuliebe standhaft zu bleiben. Nur so können glückliche Kinder erzogen werden.

Es ist und bleibt wohl eine der grössten Herausforderungen in der Kindererziehung ein NEIN auch als NEIN gelten zu lassen. Es ist die natürliche Neigung der Kinder, in diesem Bereich die Eltern herauszufordern, und es ist der Eltern ihre Aufgabe, dem Kind zuliebe standhaft zu bleiben. Nur so können glückliche Kinder erzogen werden.

Bereits in der Schule zeigen sich die Früchte. Da die Lernmotivation - ohne Motivation kein Lernen - eine wichtige Lebenskomponente ist, sollten Eltern die intrinsische (interne) Motivation besonders fördern (siehe EQ Komponente 3)

Bereits in der Schule zeigen sich die Früchte. Da die Lernmotivation - ohne Motivation kein Lernen - eine wichtige Lebenskomponente ist, sollten Eltern die intrinsische (interne) Motivation besonders fördern (siehe EQ Komponente 3)

Was das mit Emotionaler Intelligenz zu tun hat ?

Entscheiden Sie selbst, zu welchen der folgenden Komponenten von EQ dieser Süssigkeits-Test passt:

Die fünf Stufen Emotionaler Intelligenz

  1. Emotionale Selbst-Erkenntnis (Wahrnehmung seiner Identität, Gefühlswelt und Persönlichkeit)
  2. Emotionale Selbst-Regulation (mit der Wahrnehmung gut umgehen, warten, verzichten und trainieren können)
  3. Fähigkeit zur Selbst-Motivation (innere Motivatoren lenken und für Ziele einsetzen, Hoffnung, Optimismus und Vertrauen aufbauen können)
  4. Empathie, Mitgefühl, bis Anteilnahme (andere Menschen in ihrer Situation verstehen und wenn nötig helfend beistehen)
  5. Soziale Kompetenz (sich verantwortlich für mehrere Menschen, wie zB Familie, Verwandtschaft, Kollegen, Verein etc einbringen)

Vielleicht sind Sie auch zum Schluss gekommen, dass die ersten drei Bereiche im M-Test wiederzufinden sind. Sie setzen die Grundlage für Erfolg. Bei den ersten drei Stufen geht es um die innere Entwicklung, bei den letzteren zwei um die Öffnung nach aussen.

Man weiss heute, dass Menschen mit hohem EQ mehr verdienen, bessere Beziehungen haben, weniger übergewichtig und im Leben glücklicher sind.

Jede einzelne dieser fünf Komponenten können Sie, lieber Leser, selber entwickeln.

Wie das geht, werden wir im übernächsten Blog genauer ansehen. Im nächsten Blog geht es umd die Lebensbereiche, die wir optimieren können.

Es heisst, dass man IQ nur bis etwa 20-jährig entwickeln könne, den EQ aber bis Lebensende. Das ist doch wieder eine gute Nachricht!

Ist es nicht eine spezielle Freude, ältere Ehepaare so glücklich zu sehen ? Sie haben es 'geschafft', einander glücklich zu machen. Gott sei Dank. Sie müssen - bewusst oder unbewusst - emotional intelligent sein.

Ist es nicht eine spezielle Freude, ältere Ehepaare so glücklich zu sehen ? Sie haben es 'geschafft', einander glücklich zu machen. Gott sei Dank. Sie müssen - bewusst oder unbewusst - emotional intelligent sein.

Gönnen Sie sich das Vergnügen, den M-Test 'live' mitzuerleben :  Youtube

Für Englisch-sprechende Eltern empfehle ich zusätzlich den folgenden Clip auf  Youtube

Es gibt noch mehr publizierte Blogs zum Thema EQ:

EQ-Lebensbereiche - EQ1-Ehe und Familie -

EQ2-Beruf - EQ3-Gesundheit - EQ4-Alltag - EQ5-Glaube

Bedingte Liebe - Gut oder Schlecht ?

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Solange wir im Gleichschritt laufen, ist alles bestens. Was, wenn nicht ?

Solange wir im Gleichschritt laufen, ist alles bestens. Was, wenn nicht ?

Mit bedingter Liebe wachsen alle Kinder auf. Sie heisst: 

Wenn du tust, was ich will, dann geht es dir gut.

"Danke!" sagen wir, wenn das Kind uns etwas Nettes tut. Ist das nicht bedingte Liebe, die zeigt, dass ich gutes Verhalten mit einem Dankeschön oder sogar mit etwas Süssem belohne ?

Wie funktioniert Ihr Belohnungssystem ? Wie wenden Sie es an und wie reagieren Sie selber auf Belohnung ?  Man sagt, dass Geld als Belohnung meist nur eine kurze Wirkung habe.  

Wie funktioniert Ihr Belohnungssystem ? Wie wenden Sie es an und wie reagieren Sie selber auf Belohnung ?  Man sagt, dass Geld als Belohnung meist nur eine kurze Wirkung habe.  

Unsere alltäglichen Lernprozesse prägen uns

1.  Lernen durch Identifikation und Nachahmung

  • Bsp: Ein Kind sieht den Vater Marmelade aufs Brot streichen, worauf es auch unbedingt Marmelade essen will...
  • Die Freude am Lernen liegt hier in der nachzuahmenden Person begründet
  • Kinder schauen, wie wir agieren und reagieren und machen uns nach.
  • Beachten wir dann ihr Verhalten und verstärken es mit unserer Reaktion, dann ‚belohnen‘ oder ‚strafen‘ wir deren Verhalten.
  • Erlauben Sie mir das bedingte Liebe zu nennen. Wir geben nämlich dem Kind eine Art von Liebe, also wichtige Aufmerksamkeit, aufgrund seines guten oder schlechten Verhaltens.
Was wir den Kindern vormachen, machen sie uns nach, ob wir wollen oder nicht !

Was wir den Kindern vormachen, machen sie uns nach, ob wir wollen oder nicht !

2. Lernen durch Versuch und Irrtum

  • Bsp: Ein Kind versucht, seine Schuhe zu binden. Gar nicht so einfach. Es braucht mehrere Versuche, bis es gelingt.
  • Die Freude am Lernen liegt im Erreichen von Zielen, was Fertigkeiten (Können und Wissen) betrifft.
  • Einen grossen Bereich des kindlichen Lernens geschieht über diese Methode.
  • Macht das Kind den Versuch unabhängig von anderen Personen, dann ist es eine in diesem Kontext neutrale Lernform.
  • Sobald wir aber auf den Irrtum oder die Lösung hinweisen, dann treten wir in eine Beziehung. Wir versuchen zu helfen, wenn es der Hilfesuchende zulässt. Lasst uns das mal bedingte Liebeserweisung nennen, da ein Irrtum unsere Aufmerksamkeit notwendig machte.
Diese Lernform ist wichtig und hilft dem Kind, Erfahrungen mit sich zu machen. (Selbstwert). Man sagt, dass dies die willkommenste Lernform von Erwachsenen sei. (Computer...)

Diese Lernform ist wichtig und hilft dem Kind, Erfahrungen mit sich zu machen. (Selbstwert). Man sagt, dass dies die willkommenste Lernform von Erwachsenen sei. (Computer...)

3. Lernen durch Einsicht

  • Bsp: Kinder bauen mit verschiedenen Klötzchen einen Turm. Gewisse Kinder werden merken, dass es von Vorteil für die Stabilität ist, wenn die grossen Klötze unten und die kleineren oben gesetzt werden.
  • Die Freude bei diesem kognitiven Lernen liegt in der Beobachtung.
  • Je älter ein Kind ist, desto stärker kann es durch entwickelte Logik selber zu Einsichten gelangen.
  • Natürlich helfen Eltern und auch Lehrer gerne, dieses Lernverhalten zu fördern. "Das ist doch logisch !" pflegen wir zu sagen.
  • Beteiligen wir uns balanciert in diesem Lernprozess, dann kann das Kind viel profitieren. Tun wir es defizitär (zB wir sind nervös, aggressiv, desinteressiert), dann wird das Kind irritiert, weil es uns noch nicht verstehen kann.
Je älter wir werden, desto mehr können wir für unsere Lebensschule mit dieser Methode lernen.

Je älter wir werden, desto mehr können wir für unsere Lebensschule mit dieser Methode lernen.

4. Lernen durch Konditionierung

  • Bsp: "Wenn du alles aufisst, dann bekommst du ein Eis."
  • Die Freude am Lernen entsteht hier durch die Attraktivität der Belohnung.
  • Es gibt zB die klassische Konditionierung, wo ich mit einem Reiz zuerst das Kind dazu bringe, etwas zu tun. Das heisst, ich belohne es, wenn es dieses oder jenes Verhalten zeigt. Ich strafe es, wenn es sich falsch verhält.
  • Besonders erziehungswillige Eltern leben diese Erziehungsmethode. Denn so können sie das Kind am einfachsten steuern. Sie geben dort Aufmerksamkeit und Liebe, wo sie das Kind hinbringen wollen. Bedingte Förderung. Bedingte Ausdrucksform der elterlichen Liebe. 
  • ACHTUNG: Solche Belohnungen sollten nur in ein neues Verhalten einführen, aber das kindliche Agieren nicht dominieren. Das Kind darf nicht Belohnungs-abhängig werden, sonst hat es das neue Verhalten eigentlich nicht in seine intrinsische Motivation aufgenommen. Sobald der Reiz nicht mehr da ist, fällt auch das 'gelernte' Verhalten weg. Solche Kinder lernen so, faul und demotiviert zu werden.  
Kinder können sich so an Belohnungen gewöhnen, dass ohne nichts mehr läuft. Damit wird ihre intrinsische Motivation in eine extrinische (von aussen) verändert, was grossen Einfluss auf ihr Leben haben kann.

Kinder können sich so an Belohnungen gewöhnen, dass ohne nichts mehr läuft. Damit wird ihre intrinsische Motivation in eine extrinische (von aussen) verändert, was grossen Einfluss auf ihr Leben haben kann.

Fassen wir soweit zusammen:

Sobald wir in Kontakt zu einem Kind treten, zeigt sich eine Beziehungsqualität, die mit Liebe zu tun hat. Annahme oder Ablehnung, in diesem Spannungsfeld befinden wir uns. Jedenfalls wird es vom Kind her so wahrgenommen, auch wenn es uns nicht bewusst ist. Kinder sind diesbezüglich hochsensibel. Sie nehmen Liebe oder Ablehnung als solches sofort wahr. Wertgeschätzt zu werden ist nämlich ihr Grundbedürfnis. Sie suchen sich in der Liebe der Mutter gespiegelt. So können sie sich als ein Individuum wahrnehmen, das angenommen und geliebt wird. 

Umarmungen von Daddy und Mami sind durch nichts zu ersetzen. Zusammen eine Einheit bilden ist wohl das ultimativste Erlebnis ! Dies gilt ja auch für uns Erwachsene, oder ?

Umarmungen von Daddy und Mami sind durch nichts zu ersetzen. Zusammen eine Einheit bilden ist wohl das ultimativste Erlebnis ! Dies gilt ja auch für uns Erwachsene, oder ?

Leider passiert dies wenig genug, sodass viele Kinder hungern müssen. Diesen Liebeshunger wollen sie nicht einfach hinnehmen und akzeptieren. Nein. Sie unternehmen alles, um dieses Dilemma irgendwie zu lösen. Gemäss ihrem kindlichen Reaktionspotenzial versuchen sie es u.a. mit Schreien, Wut, Rückzug, Trauer und Aggression. Je nach Alter probieren sie das Wertesystem der Eltern zu treffen. ZB Leistungs-Lob, Perfektionismus, Gehorsam ...

Besonders das Krankwerden lohnt sich meist. Denn dann hat die Mutter endlich Zeit und ist besonders lieb. So lernt das Kind, dass es ein Handicap haben muss, damit es geliebt wird. Dieses Verhalten wird auch als Erwachsene gelebt. Lieber 'Invalid' und umsorgt, also 'Normal' und allein gelassen. 

Am besten werden wir umsorgt, wenn es uns schlecht geht. Wer das erlickt hat, kann daraus ein Liebes-Gewinn-Spiel machen. Viele Menschen füllen so ihren leeren emotionellen Liebestank. Dies scheint oft die beste Überlebensstrategie zu sein.

Am besten werden wir umsorgt, wenn es uns schlecht geht. Wer das erlickt hat, kann daraus ein Liebes-Gewinn-Spiel machen. Viele Menschen füllen so ihren leeren emotionellen Liebestank. Dies scheint oft die beste Überlebensstrategie zu sein.

Viel von unserem Verhalten ist an Bedingungen geknüpft. Unsere Beziehungswelt funktioniert so. Wenn ich mich unartig verhalte, straft mich meine Umgebung. Das kennen Sie von Ihrer Berufswelt. Überall Bedingungen. Du bekommst deinen Lohn, wenn du deine Leistung gebracht hast.

Weil wir auf Gewinn aus sind - siehe Blog dazu - funktioniert dieses System so gut.

Was ist GUT und was SCHLECHT daran ?

Die Natur allein zwingt uns die bedingte Liebe auf, denn sie hat etwas dagegen, wenn wir aus dem fünften Stock auf den Betonboden runterspringen. Unser Leben ist so aufgebaut, dass wir natürliche Grenzen respektieren lernen. Das ist überlebenswichtig.

Es ist wichtig für Kinder, dass sie diese Grenzen und deren Eigenschaften kennenlernen. Dies hilft ihnen zu lernen, was für Ihr Leben wichtig ist. 

Ist dieses Lernen gefördert von Eltern, die in Balance und an der Erziehung des Kindes wirklich interessiert sind, dann bestehen gute Chancen, dass sie auch gute Formen der bedingten Liebe anwenden können.

Sind die Eltern jedoch in ihren eigenen Defiziten gefangen und dadurch zusätzlich gestresst oder durch Arbeit ausgebucht, sodass Erziehung zum notwendigen Übel wird, dann wird sich dies auch auf die spontanen Anwendungen der bedingten Liebe auswirken. Dies kann bedeuten:

  • zu strenges Training (Überforderung des Kindes)
  • zu lasche Förderung (Unterforderung), Vernachlässigung
  • dauerndes Ködern (ständige und übermässige Belohnungen) führt zur Belohnungsabhängigkeit. Das Kind tut nur etwas gegen ein Zückerchen. Sonst läuft nichts. Es wird faul resp motivationslos und wird im Leben von anderen Motivation und Druck bis Zwang brauchen, um vorwärts zu kommen.
  • eigener Ehrgeiz - meist beim ersten Kind stärker praktiziert - lässt dem Kind weniger Lernspielraum und kann es zu einem Perfektionisten machen.
Ein vernünftiges Strafsystem kann durchaus zu Erfolg führen. Bei vielen Kindern führt nicht balancierte Strafe zu Resignation oder Rebellion. Dies wird deren Beziehungsfähigkeit zusätzlich belasten.

Ein vernünftiges Strafsystem kann durchaus zu Erfolg führen. Bei vielen Kindern führt nicht balancierte Strafe zu Resignation oder Rebellion. Dies wird deren Beziehungsfähigkeit zusätzlich belasten.

Theologische Dimension

Wenn das Kind innerhalb eines bedingten Liebessystem aufwächst, dann wird es die Liebe von anderen Menschen und auch Gottes Liebe so verstehen. Theologisch wird sich dies in einer Werksgerechtigkeit ausdrücken, wo jemand versucht, ewiges Leben durch eigene gute Werke zu verdienen. Die Dimension der Glaubensgerechtigkeit kann nur durch das Verständnis der bedingungslosen Liebe erkannt werden. (siehe Blog dazu)

In einer Ehe kann sich dies so zeigen:

  • Wenn du mich liebst, dann lieb ich dich auch
  • Ich liebe dich, solange du mich liebst
  • Ich liebe dich, solange ich Lust dazu habe
  • Wenn du mich dauernd beleidigst, dann mach ich die Wand und hör einfach nicht mehr zu
  • Er hat mir zum Geburtstag ein grosses Geschenk gemacht, dann geb ich ihm auch eines.
  • Wenn du mir einen Gefallen tust, dann tu ich dir auch einen
  • Wenn du mich ärgerst, dann ärgere ich zurück
  • Wenn du mich anklagst (und das muss gar nicht so gemeint sein), dann verteidige ich mich sofort
  • Diesen Fehler werde ich dir nicht verzeihen
  • Ich kann dir nur soviel Vertrauen geben wie du verdient hast

Der Verhaltensspielraum ist sichtlich eingeschränkt. Solche gelebte Beziehungen sind meist stressig und führen wohl kaum in eine reife Liebe.  Dazu braucht es die bedingungslose Liebeskomponente. (siehe entsprechenden Blog).

Zusammenfassung

Wir haben gesehen, dass die bedingte Komponente der Liebe eine wichtige, ja überlebenswichtige Rolle in unserem Leben spielt. Unsere Gesundheit hängt von ihr ab, nämlich vom Einhalten der Lebensgesetze. Wir müssen lernen, Regeln und Grenzen, Prinzipien und Vorschriften zu beachten. Sind diese balanciert, vernünftig, lebensbejahend definiert, dass ist das zu unserem Wohl und für unsere Lebensqualität.

Sobald die Bedingungen von Menschen verwaltet werden, die bösartig oder vernachlässigend sind, desinteressiert und über- oder unterfordernd wirken, dann wird tendenziell Angst gefördert und damit Liebe vermindert oder verhindert.

Bedingte Liebe kann also gut oder schlecht sein !

Falls Sie eine Frage oder Bemerkung anbringen wollen, dann möchte das Programm von Ihnen Ihre Emailadresse wissen, damit Sie bei allfälligen Reaktionsmeldungen informiert werden können. Ihre Emailadresse wird also diskret nur im Bedarfsfalle verwendet.  Ich würde mich über eine Mitteilung freuen ...   :-)

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