Richtig Helfen

Die 5 Liebessprachen für Kinder - 'Ich helfe dir'

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Jede Mutter spricht diese Liebessprache. Niemand kann diese Sprache so gut wie die Mütter. Aber wie lässt sich das auf die Kinder übertragen, respektive wie kann einem Kind mit dieser Liebessprache auch wirklich der Emotionale Tank gefüllt werden, und dies bis ins Erwachsenenalter ?

Jede Mutter spricht diese Liebessprache. Niemand kann diese Sprache so gut wie die Mütter. Aber wie lässt sich das auf die Kinder übertragen, respektive wie kann einem Kind mit dieser Liebessprache auch wirklich der Emotionale Tank gefüllt werden, und dies bis ins Erwachsenenalter ?

Die 1. bis 4. Liebessprache können Sie hier kennenlernen: 

LS1-Zärtlichkeit         LS2-Lob        LS3-Aufmerksamkeit        LS4-Geschenke   

 Liebessprache 5:

Liebesdienste

Unglaublich, was eine Mutter für ihre Familie in der Küche leistet ! Sie übernimmt damit Verantwortung für die Ernährung und Gesundheit der ganzen Familie.

Unglaublich, was eine Mutter für ihre Familie in der Küche leistet ! Sie übernimmt damit Verantwortung für die Ernährung und Gesundheit der ganzen Familie.

Vielleicht kennen Sie als Eltern das: "Das, was mich am meisten von der Liebe meiner Eltern zu mir überzeugt hat, war und ist ihr unermüdlicher Einsatz für mein Wohlergehen. Jeden Tag hat die Mutter für mich gut und gesund gekocht und mein Vater hat mir auch dort, wo ich ihn brauchte, weitergeholfen."  Solche Sätze hört man meist dann, wenn die Kinder selber Kinder bekommen haben, nicht wahr ?

Der Gedanke tönt vielleicht etwas komisch, aber eigentlich sind Mutter und Vater in mancherlei Hinsicht ein Dienstleistungs-unternehmen. Sobald ein Kind geboren ist, wird damit ein 'Vertrag' mindestens für die nächsten 18 Jahre unterschrieben mit dem Nachtrag, dass man auch danach auf Abruf zur Verfügung stehen wird.

 

Dienste leisten ist anspruchsvoll

Dienen ist anstrengend - körperlich und seelisch. Daher müssen wir Eltern mit unseren Kräften auch gut haushalten. Genügend Schlaf und Bewegung, gute und gesunde Ernährung, seelische Stabilität dank harmonischer Ehe sind dabei wichtige Faktoren.

Während wir in unserer Geschäftswelt dauernd herausgefordert sind, Neues zu lernen, Up-To-Date zu sein, neigen viele Eltern dazu, im eigentlich wichtigsten Lebensbereich, der Entwicklung des Nachwuchses, unserer Zukunft, nachlässig zu sein. Dafür bleibt keine Energie und Motivation mehr übrig. Man kann damit - so meint man - kein 'Geld' verdienen. Wie man sich doch täuschen kann ! 

Wer jedoch erkannt hat, dass die Familie das wichtigste Gut ist, das wir je 'besitzen' können - besser: verantwortlich sein können - der wird eine ständige Bereitschaft zu lernen nicht verneinen, sondern für Neues und Bereicherndes offen sein. Bravo ! sagt das Gewissen und die Gesellschaft, denn letztere wird davon nicht unwesentlich profitieren können.

Auch der Einsatz der Männer darf nicht übersehen werden. Sie sorgen oftmals für das finanzielle Fundament einer Familie. Leider kommt es schon mal vor, dass sie dabei die Wichtigkeit der Beziehungen innerhalb der Familie vergessen. Karrieredenken erfordert totalen Einsatz, was die Familie dann leider zu oft zu spüren bekommt. 

Auch der Einsatz der Männer darf nicht übersehen werden. Sie sorgen oftmals für das finanzielle Fundament einer Familie. Leider kommt es schon mal vor, dass sie dabei die Wichtigkeit der Beziehungen innerhalb der Familie vergessen. Karrieredenken erfordert totalen Einsatz, was die Familie dann leider zu oft zu spüren bekommt. 

Die Balance ist wichtig

Solche interessierten Eltern sind darum bemüht, den Liebestank des eigenen Partners möglichst gefüllt zu haben. Das erleichtert und beschwingt das ganze Familienleben. Alles, was das behindert, wird wegrationalisiert. Balast wird abgeworfen. Je besser die Eltern im Team zusammenarbeiten, desto einfacher wird die Erziehung der Kinder.

Balance - ein schönes Wort. Das Leben fordert uns heraus, überall gibt es Möglichkeiten für Fehltritte. Man muss alle Sinne mit Vernunft dafür einsetzen, Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden und entsprechend handeln zu können.

Balance - ein schönes Wort. Das Leben fordert uns heraus, überall gibt es Möglichkeiten für Fehltritte. Man muss alle Sinne mit Vernunft dafür einsetzen, Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden und entsprechend handeln zu können.

Richtiges Helfen

Siehe speziellen Blog dazu.

Klar, wir wollen theoretisch das Beste für unsere Kinder. Nur, was heisst das ? Dem Kind Geschenke geben kann gefährlich sein wie auch dauernd zu helfen. Eine Mutter wird ja wohl nicht einem fünfjährigen, der in den Kindergarten geht, selber noch seine Schuhe anziehen. Sie weiss, dass hier HILFE ZUR SELBSTHILFE gefragt, ja ein Muss ist. Das heisst, unsere Art der Hilfe muss dem Alter des Kindes angepasst sein. Wenn das Kleinkind schnell mal umfällt, dann soll eine weise Mutter nicht dauernd sofort aufhelfen, sondern dem Kind die Chance geben, selber wieder aufzustehen. Schliesslich soll dieses auch im Erwachsenenalter die Probleme selber angehen können.

Ein 4-Jähriger muss sicher nicht mehr gefüttert werden, ein 8-jähriger macht sein Bett selber, Teenager können Waschmaschine und Tumbler unabhängig bedienen. Wer als Mutter hier das Kind noch hilfreich unterstützt, tut ihm damit keinen Gefallen. Das ist nicht mehr Liebe, sondern ein Zeichen von Egoismus. Dieser ist oft nicht so leicht erkennbar, aber umso zerstörerischer.

Kann man die Erziehung zur Selbständigkeit auch übertreiben ? Ja ! Überforderung ist ein Feind des Lernens. Ebenso Unterforderung. Herausforderung ist die Grundlage des Erfolges. Dazu braucht es allerdings etwas 'Fingerspitzengefühl'... 

Der Schlüssel zum Erfolg liegt ua im Finden einer balancierten Herausforderung. Über- und Unterforderungen schwächen die Willenskraft des Kindes. Perfektionismus macht es ebenso. krank. Nichtstun, sich selber überlassen sein, vernachlässigt das Entwicklungspotenzial des Kindes. Freude an der Leistung haben hilft dem Kind zu einem gesunden Selbstwert.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt ua im Finden einer balancierten Herausforderung. Über- und Unterforderungen schwächen die Willenskraft des Kindes. Perfektionismus macht es ebenso. krank. Nichtstun, sich selber überlassen sein, vernachlässigt das Entwicklungspotenzial des Kindes. Freude an der Leistung haben hilft dem Kind zu einem gesunden Selbstwert.

Sklavendienst oder Liebesdienst

Viel des elterlichen Einsatzes für die Kinder wird oft gar nicht wahrgenommen. Es ist selbstverständlich geworden. Solche Selbstverständlichkeiten werden oft erst im späteren Nachhinein wahrgenommen und dann vielleicht auch geschätzt. Ob etwas ein Liebes- oder Sklavendienst ist, hängt von der Motivation ab. Sklavendienste werden verlangt; da liegt Zwang als Beweggrund vor. Ein Liebesdienst ist ein Dienst am Mitmenschen, ein Geschenk. Wenn ich mich als Vater wie ein Sklave fühle, dann kann ich wohl ein körperliches Bedürfnis des Kindes stillen, aber sicher nicht das seelische.

Geben Sie sich Reflexions-Momente, wo Sie sich Ihrer Motive klar werden können.

Vorbild wirkt

Lieben um der Liebe willen - das ist ein tiefgreifendes Prinzip, das sich in der Familie nicht nur auf den Nachwuchs beschränkt, sondern auch auf das ganze Netzwerk der Eltern. Kinder, die ihre Eltern erleben, wie sie Mitmenschen helfen, unterstützen, uneigennützig womöglich, die werden dadurch reich gesegnet sein.

Wie erreichen wir dieses Ziel der Balance ?

  1. Die Grundlage aller Erziehung ist ein gefüllter Liebestank. Wie Sie diesen auffüllen können, wird im folgenden Blog besprochen: 5LS-Eltern.  
  2. Unser Vorbild zeigt den Kindern, was sie unter einem Liebesdienst verstehen können.
  3. Von Gebot zur Bitte. Je älter das Kind ist, desto freundschaftlicher die Sprache. Wünsche kommen besser an als Forderungen.
  4. Kleine Hilfprojekte - Nachbarschaftshilfe, Förderung Unterbemittelter, Unterstützung sozialer Aktivitäten erweitern das Liebesverständnis der Kinder.
Eltern sind die wichtigsten Vorbilder für das Kind. Wohin sie gehen, da geht das Kind auch. Die ganzen Werte werden vorerst übertragen, bis das Kind dann seine eigenen entwickelt. Gelingt es den Eltern, gute Vorbilder zu sein, dann wird der grösste Teil der Prinzipien übernommen werden.

Eltern sind die wichtigsten Vorbilder für das Kind. Wohin sie gehen, da geht das Kind auch. Die ganzen Werte werden vorerst übertragen, bis das Kind dann seine eigenen entwickelt. Gelingt es den Eltern, gute Vorbilder zu sein, dann wird der grösste Teil der Prinzipien übernommen werden.

Störfaktoren

Krank-Sein ausnutzen

Bei vielen Müttern kommt der Mutterinstinkt so richtig in Schwung, wenn das Kind krank ist. Da sind sie plötzlich über-hilfsbereit. Das Kind merkt das sofort. Wenn es sonst mit halbleerem Liebestank durch den Alltag laufen muss, sieht das oft beim Kranksein ganz anders aus. Da wird der Tank schnell mit lieben Worten und Taten gefüllt. Wie wunderschön.

Der Nachteil: Wenn ein Kind lernt, dass es nur bei Krankheit 'geliebt' wird, besteht die grosse Wahrscheinlichkeit, dass es auch als Erwachsener durch die vielfältigen Arten von Kranksein die Liebesbeweise einholen wird. Für viele ist dies die einzige Chance, ein Gefühl von Aufmerksamkeit und Nächstenliebe erfahren zu können. Schade. Allzu viele Menschen haben Bebechen, nur damit sie die nötige Aufmerksamkeit und Mitleid erhalten, was ihren Tank etwas auffüllt.

Viele Menschen könnten gesund sein, würde ihr Liebestank gefüllt. Aber nein. Gesundsein bedeutet oft Alleinsein. Keiner kümmert sich um mich. Also besser krank sein. Dann erhalte ich wenigstens etwas Aufmerksamkeit. Studieren Sie Ihre Umwelt. Können Sie diesen Verhaltensmechanismus erkennen ?

Viele Menschen könnten gesund sein, würde ihr Liebestank gefüllt. Aber nein. Gesundsein bedeutet oft Alleinsein. Keiner kümmert sich um mich. Also besser krank sein. Dann erhalte ich wenigstens etwas Aufmerksamkeit. Studieren Sie Ihre Umwelt. Können Sie diesen Verhaltensmechanismus erkennen ?

Postmodernes Helfen

Der heutige Mensch lässt sich nur auf etwas ein, wenn seine wichtigste Frage : "Was habe ICH davon?" befriedigend beantwortet ist. Diese gesellschaftliche Haltung erschwert reifes Helfen. Ist das Kinderherz bereits materialistisch, ja habgierig ausgerichtet, dann ist die Liebe am Erkalten. Nur Bedingte Liebe ist dann die Entwicklungsgrundlage. So wie du mir, so ich dir. 

Die Frage also, wohin wir unsere Kinder erziehen, ja ziehen, sollte öfters gestellt werden.

Wenn diese Liebessprache vorhanden ist...

Wenn dies die Muttersprache der Liebe Ihres Kindes ist, dann wird jede Gefälligkeit und freundliche Handlung helfen, den Liebestank zu füllen. Wenn das Kind um einen Gefallen bittet, dann geht es nicht nur um die Sache, sondern auch um die Antwort auf die Frage: "Mami, liebst du mich (noch)?" Reagieren wir auf diese Anfrage ungehalten und nervös, weil wir keine Zeit haben etc., dann können wir wohl helfen, das Velo flicken, die Hausaufgaben erklären, ..., aber die Seele kann so nicht auftanken.

Nicht jedesmal muss geholfen werden. Klar. Aber wir müssen diesbezüglich eine Sensibilität entwickeln, damit wir erkennen können, ob ein Aufschub, ohne Schaden anzurichten, möglich ist oder nicht. Auf alle Fälle sollen wir auf jede Bitte liebevoll reagieren.

Gerade die Hilfe bei den Hausaufgaben ist eine grosse Chance für beide Elternteile. Da braucht das Kind echte Unterstützung. Wird diese Hilfe geduldig und dienstbereit ausgeführt, wird jedes Kind Liebe spüren können.

Gerade die Hilfe bei den Hausaufgaben ist eine grosse Chance für beide Elternteile. Da braucht das Kind echte Unterstützung. Wird diese Hilfe geduldig und dienstbereit ausgeführt, wird jedes Kind Liebe spüren können.

Kinderstimmen

Neo (7): "Ich weiss, dass meine Mutter mich liebt. Sie hilft mir immer bei den Hausaufgaben. Und wenn ich zum Arzt gehen muss, nimmt sie immer frei."

Irina (12): Sie lebt bei ihrer Mutter. "Ich weiss, dass meine Mutti mich liebt. Sie näht meine Knöpfe am Hemd wieder an. Sie muss viel arbeiten, damit wir genug zu essen und anzuziehen haben. Mein Papa liebt mich wahrscheinlich auch, aber er tut nicht viel für mich."

Lara (14): "Ich weiss genau, dass meine Eltern mich lieben, denn sie tun unheimlich viel für mich. Mama hat mir und für zwei meiner Mitschülerinnen das Kostüm für unsere Schulaufführung genäht. Da war ich richtig stolz auf sie. Papa ist gut, mir bei den Schularbeiten zu helfen. Besonders in der Algebra war ich überrascht, wieviel Zeit er für mich genommen hat."

Diesen Kindern zu helfen ist ein wichtiger Liebesdienst. Um Liebe weiterzugeben, braucht man die Erfahrung der Liebe. Liebe produziert Liebe.

Helfen Sie auch gerne ? Wie machen SIE das ?

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Helfen kann Freude machen. Aber nicht immer. Wann ist es richtig zu helfen ? Wissen Sie, welche Kriterien zu beachten sind ?

Helfen kann Freude machen. Aber nicht immer. Wann ist es richtig zu helfen ? Wissen Sie, welche Kriterien zu beachten sind ?

Hilfe !  Helft mir !

Es gibt viele Gründe, die Menschen veranlassen, nach Hilfe zu rufen. Gesunde und ungesunde. Manchmal ist es wichtig, dass sie dann Hilfe erhalten, manchmal genau das Falsche ! Wie können wir das unterscheiden ?

  • Würden Sie einem Alkoholiker helfen, nach Hause zu kommen ?
  • Würden Sie einem 4-Jährigen helfen, in die Schuhe zu steigen ?
  • Würden Sie Ihrer Frau helfen beim Kochen ?
  • Würden Sie ihrem Mann helfen, das Auto zu reinigen ?
  • Würden Sie ihren Nachbarn helfen im Garten ?
  • Würden Sie einen Autostopper mitnehmen ?

Man kann nicht immer so schnell JA oder NEIN sagen. Da spielen manchmal gewisse Umstände eine Rolle.

Viele liebe Menschen haben immer den Rettungsring dabei. Wo immer sie die Möglichkeit zu helfen sehen, dort sind sie anzutreffen. Sie bedenken aber nicht, ob Hilfe auch wirklich Hilfe ist.

Viele liebe Menschen haben immer den Rettungsring dabei. Wo immer sie die Möglichkeit zu helfen sehen, dort sind sie anzutreffen. Sie bedenken aber nicht, ob Hilfe auch wirklich Hilfe ist.

Oswald Chambers, der berühmte Britische Pastor, sagte einmal :

Viele Menschen verbringen ihr Leben damit, sich für andere Menschen aufzuopfern, mit dem Ergebnis, dass deren Hilfe diese Menschen noch mehr zu Egoisten macht.

Wird so eigentlich geholfen ? Macht es Sinn, nur dann zu helfen, wenn meine Hilfe den Menschen auf dem Weg zur Reife weiterhilft ?

Was ist also Helfen wirklich ? Wie würden Sie Hilfe definieren ?

Definition Helfen

Wiki: Jemandem das Tun einer Sache durch Übernehmen bestimmter Teile oder einen Ratschlag ermöglichen oder erleichtern.

In dieser Definition ist der Sinn des Helfens mit 'ermöglichen' und 'erleichtern' beschrieben. Sind Sie damit zufrieden ? 

Wie wärs mit der folgenden Definition ?

Jemandem in einer herausfordernden Situation so helfen, dass dadurch die Selbsthilfe verbessert und die Motivation der eigenen Problemlösung gesteigert wird, also Hilfe zur Selbsthilfe und Selbständigkeit. 

Vielleicht haben Sie noch einen besseren Vorschlag ???

Gerade die Mütter sind hochgradig herausgefordert, ihre Hilfe weitsichtig und weise zu leisten. Eigene Defizite wirken sich meist negativ auf ihre Hilfeleistungen aus. Leider merken sie es nicht, oder erst, wenn es zu spät ist. Es ist wichtig dass Mütter bereit sind, auch die Meinung der Väter in die Erziehung einzubinden. Das ermöglicht meist eine bessere Balance. Gemeinsam sind Eltern stärker.

Gerade die Mütter sind hochgradig herausgefordert, ihre Hilfe weitsichtig und weise zu leisten. Eigene Defizite wirken sich meist negativ auf ihre Hilfeleistungen aus. Leider merken sie es nicht, oder erst, wenn es zu spät ist. Es ist wichtig dass Mütter bereit sind, auch die Meinung der Väter in die Erziehung einzubinden. Das ermöglicht meist eine bessere Balance. Gemeinsam sind Eltern stärker.

Wenn es also ums Helfen geht, dann geht es um zwei Bereiche:

  • der Helfende

  • der Hilfesuchende

Der Hilfesuchende

Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit ? Das waren doch so schöne Momente, als man krank darnieder lag und von der Mutter so lieb gepflegt wurde, dass das Kranksein eigentlich ein angenehmes Erlebnis war. Stimmts ?

Gerade jene Menschen, die diesen Akt der bedingten Liebe (siehe Blog dazu) als Geliebtwerden-Höhepunkt erfahren haben und sich sonst nicht geliebt fühlten - obwohl die Eltern meist das Gegenteil behaupten würden - die tendieren dazu, auch im Erwachsenenalter dieselbe Liebeserweisung einzufordern, falls sie nicht aus dieser Unreife herauswachsen wollten.

Anders gesagt: Viele Menschen lieben Arztbesuche, Pflegesituationen, eigene Unfälle oder Handicaps, die ihnen eine spezielle Behandlung ermöglichen. Normal sein wäre unerträglich.

Mit noch anderen Worten: Es gibt liebe Menschen, die sich am liebsten womöglich dauernd in Notsituationen befinden und sich dann gerne helfen lassen, damit sie sich geliebt fühlen können.

Nun, wenn ich in einem solchen Fall helfe, unterstütze ich dabei nicht dieses unreife System der Liebesforderung ? Verhindere ich damit nicht den Lernprozess der Selbstannahme ?

Besonders in der Kindererziehung ist es wichtig, dass die Eltern die Kinder in deren Liebessprache ansprechen und sie mit ihrer Hilfe nicht verwöhnen sondern weitsichtig fördern. Dies sollte nicht schon nach dem dritten Lebensjahr wegen anderen Prioritäten vernachlässigt werden. Besonders werdende Teenager brauchen viel Aufmerksamkeit.

Besonders in der Kindererziehung ist es wichtig, dass die Eltern die Kinder in deren Liebessprache ansprechen und sie mit ihrer Hilfe nicht verwöhnen sondern weitsichtig fördern. Dies sollte nicht schon nach dem dritten Lebensjahr wegen anderen Prioritäten vernachlässigt werden. Besonders werdende Teenager brauchen viel Aufmerksamkeit.

Wie kann man einem solchen hilfsbedürftigen Menschen wirklich helfen?

Wahrscheinlich haben Sie damit auch schon Erfahrungen gesammelt. Wenn ich solche Menschen treffe, dann überlege ich zuerst, wie am besten geholfen werden kann. Ist mir diese Person eher fremd, also ein 'Zufallskontakt', dann neige ich mit einer herausfordernden 'sanften' Frage in die heilende Richtung zu zeigen und dann zu helfen.

Bei Menschen, für die ich Verantwortung spüre, bin ich dementsprechend verpflichtet, richtig zu helfen. Das kann mitunter zu einem tieferen Gespräch führen, zu einer tieferen Beziehung. Dies umso mehr, je lern-interessierter die Person ist.

Es kann auch weiterhelfen, wenn der Hilfesuchende merkt, dass er/sie nie genug von unnötigen Dingen bekommen kann, weil Unnötiges nie befriedigend ist. Es geht um tiefere Werte und nicht um Scheinwerte.

Zudem gilt:  Wer sich gerne korrigieren und helfen lässt, der wird weise werden ! Wer aber diese Art von Hilfe nicht annimmt, bleibt ein Narr !  Sprüche 12:1

Der Helfende

Das Helfersyndrom

Wiki: Als Helfersyndrom bezeichnet man ein Modell seelischer Probleme, die häufig in sozialen Berufen (wie Lehrer, Arzt, Altenpfleger, Pfarrer, Psychologe, Sozialarbeiter) anzutreffen sind.

Die ärztliche Betreuung von Kranken ist eine wichtige und oft auch dankbare Aufgabe. Sie sollte aber nicht nur zum Selbstzweck erfolgen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Freue dich an seinem Gesundwerden.

Die ärztliche Betreuung von Kranken ist eine wichtige und oft auch dankbare Aufgabe. Sie sollte aber nicht nur zum Selbstzweck erfolgen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Freue dich an seinem Gesundwerden.

Ein vom Helfersyndrom Betroffener hat ein schwaches Selbstwertgefühl  und ist auf seine Helferrolle fixiert; das Helfen bzw. Gebraucht-werden-wollen kann zur Sucht werden. Dabei versucht er die Liebe und Akzeptanz zu erleben, die er selbst bei seinen Eltern oder generell in seiner Kindheit vermisst hat. Seine Hilfsbereitschaft geht bis zur Selbstschädigung und Vernachlässigung von Familie und Partnerschaft. Dabei übersieht oder unterschätzt er leicht die Grenzen des Möglichen und ignoriert auch die Frage, ob seine Hilfe überhaupt erwünscht oder sinnvoll ist. Die Hilfe anderer bei seiner Mission lehnt er tendenziell ab. Die Folge kann Depression oder Burnout heissen.

Das Helfersyndrom kommt in allen Bevölkerungsschichten vor.

Es gibt wie erwähnt spezielle Berufsfelder und spezifische Persönlichkeitsmerkmale, die das Risiko erhöhen. Besonders depressive und abhängige Persönlichkeitsmuster, Borderline- bzw. emotional-instabile Persönlichkeitsprofile sind hochpotenziell gefährdet.

Es ist klar, dass richtiges Helfen für solche Personen eine grosse Herausforderung ist.

Weitere Hilfe-Störfaktoren können sein:

  • Die Helfer-Motive sind egoistischer Natur
  • Der Helfer hilft in narzisstischer Grundhaltung, um sein Selbstbild aufzumöbeln
  • Der Helfer nimmt sich nicht die Mühe, den Hilfesuchenden ganzheitlich zu verstehen
  • Der Helfer übt unnötig Macht aus, hilft seinen eigenen Interessen
  • Der Helfende weckt Gefühle des Versagens und Unreife im Ratsuchenden
  • Der Helfende übertritt soziale, moralische oder spirituelle Grenzen

Funktionierendes Helfen

Ob eine Hilfe auch eine wirkliche Hilfe ist, lässt sich oft erst später herausfinden. Einem Kind zur Selbständigkeit verhelfen hat ein dauerndes Bemühen zur Folge. Einem Menschen helfen, sich selbst zu finden, toxische Gedanken (Blog) zu erkennen, eigenes Unvermögen langsam aber sicher in reifes, weises Verhalten umzuwandeln, ist in jedem Fall eine Herausforderung und ein weitsichtig lohnendes Helfen.

Nur stolze Menschen wollen auf wirkliche Hilfe verzichten. Besserwisserei, Arroganz und Selbstgenügsamkeit verhindert Reifung. Daher ist klar:  Demut hilft weiter. Im Helfen und im Hilfe erhalten. Nur wissen wir nicht mehr so klar, was Demut wirklich ist ! Nicht wahr ? Wo sind die Vorbilder geblieben ? Finden Sie welche ?

Wer anderen richtig hilft, dem wird auch von anderen geholfen. Denn empathisches Helfen fördert Beziehungen und stärkt gegenseitiges Vertrauen.

Gute Kommunikation ist ein Wundermittel. Das Richtige im richtigen Moment sagen ist hohe Schule. Das hilft vielen Menschen weiter. Gerade 'heisse' Themen ansprechen und sachlich bearbeiten kann Wunder bewirken.

Gute Kommunikation ist ein Wundermittel. Das Richtige im richtigen Moment sagen ist hohe Schule. Das hilft vielen Menschen weiter. Gerade 'heisse' Themen ansprechen und sachlich bearbeiten kann Wunder bewirken.

Bedürfnisorientiert helfen steigert unser Glücksgefühl.

Richtiges Helfen ist doppeltes Helfen.

Sicher werden Sie heute oder morgen einige Gelegenheiten haben, jemandem weitsichtig zu helfen. Nutzen Sie sie...  :-)

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