Toxische Gedanken umwandeln - wie geht das ?

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Dear Reader,

Thank you so much for your interest in this subject.

We are sorry this blog has not yet been translated into English.

We are trying to get all the blogs from 2017 translated asap.

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Have a blessed day!

Ernst & Terri (translator)

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  Unser Gehirn - wohl das Sensationellste, was wir anzubieten haben !! Wie funktioniert es ?

Unser Gehirn - wohl das Sensationellste, was wir anzubieten haben !! Wie funktioniert es ?

Hoffe, es war Ihnen möglich, die vorangegangenen Blogs zu diesem Thema anzuschauen. Falls nicht, hier sind sie: TOX1 (Einführung)   TOX2   (Stress)   TOX3 (Gehirn)

Oft hört man die Erklärung, dass eben schon in meiner Familie diese Veranlagung vorhanden ist. Die gute Nachricht: Wir sind keine Marionette der Biologie ! Selbst wenn wir voll von toxischen Erinnerungen und in einem solchen Umfeld leben, kann unser Gehirn tatsächlich verändert werden. Eine unglaubliche Leistung, der man den Namen 'Neuroplastizität' gegeben hat.

Man sagt, wir können innerhalb von 4 Tagen unsere toxischen Gedanken verändern und innerhalb von 3 Wochen sie durch neue ersetzen !

Gedanken können gemessen werden, sie brauchen Platz, sie verändern sich, wachsen vergrössern oder verkleinern sich und sie passen sich an. Das Resultat ist, dass Sie von Ihrer Gedankenwelt repräsentiert werden ! Toxische Gedanken machen uns auch toxisch. Gute Gedanken haben positive Auswirkungen.

Positive wie negative Gedanken durchlaufen dieselben Prozesse im Gehirn. Einzig die chemischen Substanzen verändern deren Struktur entsprechend. 

  Wer gelernt hat, das Gute zu sehen und sich dafür zu entscheiden, wird bis ins hohe Alter davon profitieren können.

Wer gelernt hat, das Gute zu sehen und sich dafür zu entscheiden, wird bis ins hohe Alter davon profitieren können.

Wollen wir unser Gedankenleben entgiften, dann müssen wir einen toxischen Gedanken erneut durch eine festgelegte Reihenfolge schicken.

Wie sieht diese Reihenfolge aus ?

1. Gehirn sammelt elektrische Impulse

Über unsere fünf Sinne werden diese Impulse gesammelt, um deren Bedeutung herauszufinden. Zu Beginn eines Gedankens ist es also schon möglich, zwischen guten und schlechten Impulsen zu entscheiden. Nehme ich den Gedanken an oder lehne ich ihn ab !

Zuerst erreicht ein Gedanke den Thalamus (Transmitter Schaltzentrale), wo der Treffpunkt der meisten Gehirnnerven ist. Er verbindet das Gehirn mit dem Körper und den Körper mit Gehirn.

Vom Thalamus geht der Gedanke zur Grosshirnrinde (äusserer Teil), wo er mit bereits bestehenden Gedanken in Verbindung gebracht wird. Damit wird unsere innere Einstellung zum Gedanken aktiviert. Dies wird unsere Entscheidung beeinflussen. Ist die Erinnerung positiv, dann werden angenehme Gefühle produziert.

Dieser Prozess wird vom Thalamus erkannt und dann weiter zum Hypothalamus, zur Chemiefabrik, geleitet. Ist es ein negativer Gedanke, dann werden jetzt die entsprechenden Chemikalien vorbereitet. Der Hypothalamus gilt als das 'Gehirn' des Hormonsystems. Er kontrolliert ua. unseren Durst, Hunger, Körpertemperatur und eben unsere Reaktion auf Gefühle. Auf eine sorgenbeladene Einstellung werden Stresshormone zur Hauptdrüse (Hypophyse) gesandt, welche die Billionen Zellen unseres Körpers auf eine Bedrohung vorwarnt. Der Körper stellt sich auf Schutz ein. Damit werden wichtige weiter entwickelnde Gedanken gehemmt. Haben wir uns aber angewöhnt, uns keine Sorgen zu machen, dann wird der Hypothalamus Gefühle des Friedens produzieren.

  Was immer man über die Funktionalität unseres Gehirns sagt, es ist immer eine Vereinfachung. Es ist hochgradig komplex und immer voller Überraschungen.

Was immer man über die Funktionalität unseres Gehirns sagt, es ist immer eine Vereinfachung. Es ist hochgradig komplex und immer voller Überraschungen.

Was können wir in dieser Phase tun ?

Wir können uns entscheiden, die aktuellen Gedanken und eingehenden Informationen abzulehnen oder sie zuzulassen. Im letzteren Fall werden sie in unserem Verstand und Unterbewusstsein versinken und die Grundlage bilden, von dem, was uns als Person ausmacht.

Die Amygdala (unser Freude- und Angstzentrum) und der Hippocampus (für Erinnerung und Motivation zuständig) helfen uns dabei, gute Entscheidungen zu treffen. Die Amygdala ist dabei der Treiber, der uns vor Bedrohungen schützen will. Sie wird vom Thalamus falls nötig gewarnt. Schlussendlich gibt sie aber das OK oder NOK. 

Die Amygdala hat auch Verbindungen zum Frontallappen, welcher unsere Vernunft und Entscheidungen und unser Analysieren und Planen steuert. Damit hat unsere entwickelte Vernunft die Chance, mitzubestimmen.

In diesem Moment besteht die Möglichkeit zu sagen:

"Ich entscheide mich, NICHT mehr über diese Sache nachzudenken."

Damit werden die Gedanken weggeschickt, respektive sie verschwinden einfach.

  Vielleicht neigen wir zu denken, dass viele Wege zum Glücklichsein führen. Es gibt sicher solche, die schneller und kürzer sind, dafür intensiver !

Vielleicht neigen wir zu denken, dass viele Wege zum Glücklichsein führen. Es gibt sicher solche, die schneller und kürzer sind, dafür intensiver !

Hören wir aber nicht auf darüber nachzudenken - es seien positive wie negative Gedanken - dann fliessen alle Informationen zum Seepferdchen, dem Hippocampus. Dieser rechnet mit den einströmenden Gedanken ab : Sind sie von kurzer oder längerfristiger Bedeutung ? Letztere werden dann oftmals während des Schlafes verarbeitet. Solche Informationen gelangen dann ins Langzeitgedächtnis, wo sie als Materie abgespeichert werden.

2. Reflexion der Gedanken

Dank der Neurowissenschaft wissen wir heutzutage, dass wir keinem Gedanken erlauben müssen, uns zu kontrollieren !

Die Informationen bleiben etwa 24-48 Stunden im Hippocampus und werden dort fortwährend weiter verarbeitet. Auch das basale Vorderhirn wird einbezogen. Veränderung bedeutet jetzt, dass der Gedanke entweder beibehalten, verstärkt oder Teile oder der ganze Gedanke angepasst wird. Es ist NICHT möglich, dass Teile zurück ins Unterbewusstsein absinken, ohne verändert worden zu sein. Das zeigt unser Potenzial, aber auch unsere Verantwortung auf.

Je stärker wir denken, umso mehr Veränderung können wir bewirken.

Wenn wir uns sagen: 'Das kann ich nicht !' dann unterstützt das unsere Unfähigkeit.

Wenn wir sagen: "Das kann ich !" dann richtet sich der ganze Körper danach aus.

  Wir können viel mehr als wir meinen. Wo ein Wille, da ist ein Weg. Erstaunlich, oder ?

Wir können viel mehr als wir meinen. Wo ein Wille, da ist ein Weg. Erstaunlich, oder ?

Neuroplastizität besagt, dass durch unser Denken wichtige Neurotransmitter (chemische Botenstoffe, die elektrische Impulse weiterleiten) - insbesondere das Serotonin - Veränderungen bis tief in das Zellinnere und damit auch die Gene (Epigenetik lässt grüssen) verursachen.

Die Forschung zeigt, dass mentales Training im Sinne von Vorstellungskraft, Visualisierung, tiefgründiges Nachdenken und Reflektion, dieselbe physikalische Veränderung im Gehirn auslöst, wie wenn man diese sich vorgestellten Prozesse tatsächlich praktisch ausgeführt hätte.

Die so entstandenen Gedanken sind gefestigt, stabilisiert und jederzeit erreichbar. Damit steht einem hohen Kompetenzniveau nichts mehr im Wege. Das kann in die positive wie negative Richtung zutreffen mit entsprechenden Konsequenzen.

Damit sich die Proteinsynthese festigt, stabilisiert und in uns Anteil hat, sind Wiederholung und Training notwendig.

  Es gibt doch tatsächlich Menschen, die gerne trainieren. Setzen sie sich etwas in den Kopf, erreichen sie es auch ! Wie läuft das bei Ihnen ?

Es gibt doch tatsächlich Menschen, die gerne trainieren. Setzen sie sich etwas in den Kopf, erreichen sie es auch ! Wie läuft das bei Ihnen ?

3. Gedanken notieren

Wie Sie sicher selber schon erfahren haben, festigt der Prozess des Aufschreibens die Erinnerung und Klarheit und hilft weiter darüber nachzudenken. Die Visualisierung der Gedanken und Gefühle fördert diese Prozesse.

Die Basalganglien - Nervenverbände, die mit der Grosshirnrinde, dem Hippocampus und dem Frontallappen korrelieren - haben beim Denken und LERNEN die wichtige Aufgabe, die Gedanken und Emotionen in unmittelbare Handlungen umzuwandeln. Sie helfen uns also, die gerade verstandenen Informationen zu notieren.

Dabei ist die Art, wie wir sie aufschreiben, wichtig.

Jeder sei ermutigt, ein Gedanken-Tagebuch mit kreativem Ausdruck zu gestalten. Kreativ kann bedeuten: frei von geraden Linien, Bild oder Diagramm zeichnen, Farben und Strukturen einfliessen lassen. Sozusagen ein MINDMAP kreieren, wo assoziative Gedanken in Verbindung gebracht werden können.

  Ein Mindmap erstellen macht Freude und hilft, Transparenz zu erreichen. Es wird damit leichter sein herauszufinden, wo der Hund begraben liegt.

Ein Mindmap erstellen macht Freude und hilft, Transparenz zu erreichen. Es wird damit leichter sein herauszufinden, wo der Hund begraben liegt.

Die linke Gehirnhälfte ist spezialisiert, vom Detail zur Totalen zu gelangen, wohingegen die rechte Hirnhälfte via Gesamtbild zum Detail führt. Interessant.

4.  Gedanken überdenken

Gedanken können leichter umgestaltet werden, je bewusster sie wahrgenommen werden.

Jedes Mal, wenn wir über einen Gedanken nachsinnen und wir ihn über unseren Verstand kontrollieren, dann können wir auch Einfluss auf ihn ausüben. Es liegt also in unserer Macht der freien Willensentscheidung, ob wir neue Schaltkreise erstellen und einen Entgiftungsprozess einleiten wollen.

Was wir über uns selbst denken und fühlen, was über unseren Partner, unsere Eltern, Freunde und Nachbarn, das alles lässt sich durchleuchten und neu definieren.

Wir können unsere Umstände meist nicht kontrollieren, aber wir können unsere Reaktionen darauf bestimmen.

5.  Gedanken umsetzen

Dieser letzte Schritt zeigt schnell, ob die vorigen Schritte auch richtig ausgeführt wurden. Damit werden nämlich nach den Gedanken die praktischen Schritte ausgeführt. Anwendungsschritte. Mit diesen Schritten haben wir ein sicheres Fundament für Veränderung, Gesundheit und Lebensqualität aufgebaut.

Dieser Überwindungs-Schritt hilft zu erkennen, ob etwas wahr ist oder nicht. Er zeigt auf, ob Theorie und Praxis übereinstimmen. Damit fördert er die Integrität und macht uns stark.

  Diese Lady freut sich scheinbar darauf, etwas Neues zu lernen, zu üben und es in die Praxis umzusetzen. Lassen wir uns doch anstecken !!

Diese Lady freut sich scheinbar darauf, etwas Neues zu lernen, zu üben und es in die Praxis umzusetzen. Lassen wir uns doch anstecken !!

Wie die Epigenetik aufzeigt, formt unsere Wahrnehmung unsere Biologie. Unsere Gedanken sind mächtig, sie formen uns. Wie Salomo sagte, so wie wir denken, so sind wir (Sprüche 23:7).

3 Aktivitäten, die den Heilungsprozess fördern

Zeit der Stille:

Studien belegen, dass Menschen, die täglich beten und Bibel lesen, eher positive Gedanken haben. Auch Zeit in der Natur verbringen fördert gute Gedanken.

Ernährung:

Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe und B-Vitamine heben unsere Stimmung. Sie stabilisieren den Blutzuckerspiegel und verbessern die Funktion der Neuro­transmitter und der Nerven. Da das Gehirn aus bis zu 85% Wasser besteht, verbraucht es entsprechend, was uns zum 'Nachfüllen' einlädt. (mind 1.5 Liter Wasser/Tag)

Bewegung:

Durch körperliche Bewegung wird Beta-Endorphin freigesetzt, das in uns ein Wohlgefühl erzeugt und Spannung und Stress vertreibt. Es trainiert den Willen und fördert die Blutzirkulation mit all den daraus entstehenden Vorteilen...

Zusammenfassend

kann gesagt werden, dass die Amygdala Input gibt und den Verstand (Frontallappen) über die Emotionen informiert (etwa im Verhältnis 9:1, dh 9 mal öfter als sie Informationen vom Frontallappen erhält). Der Thalamus und der Hypothalamus sorgen für Input betreffend Motivation. Die Gedächtnisnetzwerke stellen Informationen über bereits gespeicherte Erinnerungen bereit. Die zentrale Schaltstelle vermischt und kombiniert alles miteinander. Das Herz mischt auch mit und unterstützt die Entscheidungsprozesse.

Theologische Aspekte

Wenn in der Bibel steht :

  • Wir sollen alle unsere Sorgen auf Jesus schieben (1. Petr 5:7)
  • Wir sollen jeden Gedanken kontrollieren (2. Kor 10:5)
  • Wir sollen unsere Sinne erneuern (Röm 12:2)
  • Wir sollen uns immer freuen (Phil 4:4)
  • Wir sollen die Waffen Gottes brauchen, denn damit können sämtliche Festungen des Gegners überwunden werden (2. Kor 10:4-5)
  • Wir sollen auf IHN schauen, damit unsere Gedanken von IHM beeinflusst werden (2. Kor 3:18)

dann sieht es ganz danach aus, dass unser Schöpfer genaustens weiss, wie wichtig dies alles ist und dass wir, sobald wir das auch befolgen, in einer 'anderen', besseren Welt leben. Ist das nicht sensationell !

Und was mir besonders gefällt, ist, dass ER uns in unserem Bemühen nicht alleine lässt, sondern uns hochaktiv unterstützt, und das umso mehr, je mehr wir uns auf IHN einlassen.

ER möchte gerne unser 'Fixstern' sein, der uns in jeder Lebenslage die Richtung zeigt.

Der Glaube, wie er in Hebräer 11:1 definiert ist, bekommt eine neue Tiefe, wenn man weiss, dass bereits das tiefe Nachdenken über eine Handlung der tatsächlichen Handlung gleichkommen kann. Es werden die gleichen Gehirnteile angesprochen.

  Es ist ganz die Idee des christlichen Glaubens, dass wir dadurch lernen, Meister der Umstände zu werden und damit unsere Lebensqualität hoch ist. Wenn wir schon das Angebot haben, dass unser Schöpfer uns im Alltag helfen und uns glücklich sehen will und dazu noch alles Nötige liefert, dann ...

Es ist ganz die Idee des christlichen Glaubens, dass wir dadurch lernen, Meister der Umstände zu werden und damit unsere Lebensqualität hoch ist. Wenn wir schon das Angebot haben, dass unser Schöpfer uns im Alltag helfen und uns glücklich sehen will und dazu noch alles Nötige liefert, dann ...

... können wir toxische Gedankengebäude förmlich niederreissen, indem wir uns entscheiden, uns den Gedanken ganz bewusst zu machen, ihn durch Busse und Vergebung (Proteinsynthese) zu verändern und ihn durch eine richtige Information gemäss Phil 4:8 oder ähnliche Grundsätze zu ersetzen !

Es gibt keine harmlosen Gedanken. Deshalb müssen wir gute Verwalter unserer Gedanken und Emotionen sein !

Es folgen zwei Blogs, wo wir uns mit den 10 typisch toxischen Themenbereichen, die uns tagtäglich herausfordern, auseinandersetzen werden.

PS. Referenz-Buch:  Bibel und "Wer hat mein Gehirn ausgeschaltet" von Dr. Caroline Leaf

 

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